News/Presse

LVA: Lebensmittelsicherheit braucht Analysen, Gutachten und Kommunikation

(Wien, 17. Juni 2010) „Lebensmittelsicherheit ist ein hoher Wert, weil wir alle beim täglichen Konsum von Lebensmitteln darauf vertrauen, dass verlässliche Analysen und kompetente Gutachter als Basis dafür dienen. Genau das sind auch die Kernwerte unseres Unter­nehmens, die die LVA zum führenden unabhängigen Kompetenzzentrum für Lebensmittel­sicherheit in Österreich machen: Lebensmittel – Vertrauen – Analysen“, erklärte Dr. Michael Gartner, Geschäftsführer der LVA GmbH, anlässlich der Präsentation der Ergebnisse und Ziele des Unternehmens. „Mit rund 40.000 Proben pro Jahr in verschiedenen Bereichen von Pestizidanalytik über Getränke bis zu Kosmetika und unseren umfassenden weiteren Ser­viceangeboten sind wir verlässlicher Partner für unsere Kunden und damit die Verbraucher­Innen“, ergänzte Dr. Janos Gombos und erklärte: „Die LVA ist das größte unabhängige Kompetenzzentrum für Lebensmittelsicherheit in Österreich.“

Wie wird Lebensmittelsicherheit in der täglichen Praxis gewährleistet?

Lebensmittelsicherheit ist besonders nach Themen wie Schummelschinken, Analogkäse und Listerien täglich „in aller Munde“. Wie Bundesminister Stöger im Zuge der letzten Änderung des LMSVG (Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz) sinngemäß mehrmals festhielt, kann Qualität von Lebensmitteln nicht durch (amtliche) Prüfungen erreicht werden, sondern „jedes Unternehmen hat die Verpflichtung, die von ihm produzierten Lebensmittel stärker zu kontrollieren und beste Qualität anzubieten. Ständige Selbstkontrolle ist Pflicht für Unternehmen.“ Und: „Qualität kann nicht am Ende hineinkontrolliert werden.“ Daher ist lau­fende Überwachung der angestrebten Qualitätsniveaus auf allen Ebenen des Prozesses, vom Bauernhof bis zur Gabel (farm to fork), entscheidend. Ziel aller Partner in der Lebens­mittelproduktion sind sichere Lebensmittel und zufriedene VerbraucherInnen – und dieses Ziel erreichen sie gemeinsam.

Lebensmittelsicherheit entsteht also als komplexer Prozess im Zusammenspiel aller Systempartner. Tritt irgendwo in dieser Kette vom Urprodukt bis zum Regal ein Fehler auf, gilt es, diesen innerhalb des Systems möglichst rasch zu finden und nicht erst am Ende. Das bedeutet zum Beispiel vor dem Einsatz von Trockenfrüchten in einem Müsliriegel, diese auf Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) zu untersuchen und nicht erst die fertigen Riegel. Hier sind zuverlässige Partner wie die LVA gefragt, die Unternehmen durch akkreditierte und zertifi­zierte Analysenabwicklung in möglichst kurzer Zeit unterstützen können. Dr. Gartner: „Rasche Analyse und Begutachtung sind wichtig, um schnell die richtigen Entscheidungen im Sinne der Sicherheit treffen zu können. Hier bietet die LVA ihren Kunden schon sehr gute Durchlaufzeiten von durchschnittlich 14 Tagen an. Der Probenumfang von rund 40.000 zeigt auch, dass die Lebensmittelwirtschaft von sich aus kontrolliert – immerhin sind das mehr als alle amtlich untersuchten Lebensmittelproben zusammen (32.643 im Jahr 2008; Quelle: BMG). Unser Ziel ist es, in Abstimmung mit unseren Kunden noch besser zu werden. Im Laufe dieses Jahres wollen wir unser System weiterentwickeln.“

Reichen Geschwindigkeit und Genauigkeit bei komplexen Analysen?

Lebensmittelsicherheit bedeutet, dass jede VerbraucherIn beim täglichen Konsum von Lebensmitteln darauf vertrauen können muss, dass in der gesamten Kette vorher jeder Teil­nehmer seinen Beitrag dazu geleistet hat. Daher werden immer öfter von den Partnern in der Lebensmittelkette Standards und Vorgaben als Voraussetzung für erfolgreiche Kunden­beziehungen definiert. „Die genauesten und schnellsten Ergebnisse allein reichen heute nicht mehr – es gehören auch noch die fachliche kompetente Begutachtung und Beratung dazu. Und gerade hier liegen unsere Vorteile, weil wir die LVA seit Jahresbeginn neu struk­turiert und positioniert haben“, führte Dr. Gartner aus. Auf den steigenden Bedarf an Be­ratung und Information bzw. Zertifizierungen und Audits hat die LVA reagiert: Die Zertifi­zierungsstelle wurde neu organisiert und bietet aus eigener Kraft und in Kooperation mit Partnern alle im Lebensmittelbereich relevanten Zertifizierungen und Audits von ISO über HACCP, Bio, AMA-Gütesiegel, bis zum IFS und BRC an.

Risikokommunikation verbessert die Sicherheit von Lebensmitteln – neue Hotline

Wie schnell aus ganz normalem Geschäftsbetrieb eine massive Krise werden kann, hat nicht zuletzt das Beispiel des Quargels mit Listerien gezeigt. Medien arbeiten heute rasch, vernetzt und effektiv, wodurch auch auf Seiten der Unternehmen ein professioneller Umgang mit Risiko- und Krisenkommunikation immer wichtiger wird. Mit der LVA Consult GmbH wurde daher im Februar 2010 ein eigenes Unternehmen geschaffen, das besonders auf die Bereiche PR, Risiko- und Krisenkommunikation sowie Unternehmensberatung spezi­alisiert ist. „Damit können wir unseren Kunden speziell in diesen Bereichen qualifizierte Unterstützung bieten. Lebensmittelsicherheit braucht Kommunikation“, ist Dr. Gartner über­zeugt und ergänzt: „Die Erfahrung zeigt: Kommen Sie als Unternehmen besser rechtzeitig zu unserem „Krisen-Health Check“ und seien Sie vorbereitet, statt zu warten, bis Sie mitten in einer Krise stecken!“

Als besonderen Service für Journalisten bietet die LVA Consult GmbH ab Sommer eine RIK-Hotline (für Risikokommunikation) an. Unter der Nummer +43/664/545 63 50 werden Hinter­grundwissen und Zusammenhänge im Lebensmittelbereich einfach erklärt und Fragen beantwortet.

Strategische Neuausrichtung und Internationalisierung vorantreiben

„Lebensmittelsicherheit ist grenzüberschreitend – daher haben auch wir die LVA über die Grenzen Österreichs hinaus positioniert. In Ungarn werden gerade zwei Unternehmen auf­gebaut, Kooperationen mit TÜV Austria, ISACert und anderen Partnern im Lebensmittelbereich ermöglichen eine internationale Einbettung und Vernetzung“, führte Dr. Janos Gombos aus. Die Übernahme des Geschäftsbetriebes des Österreichischen Getränke Instituts (ÖGI) durch die LVA GmbH mit Wirkung vom 1.4.2010 bietet der österrei­chischen Lebensmittelindustrie und speziell den Getränkeherstellern gewohntes Know-How und moderne Analysentechnik durch die Zusammenführung der Kompetenzschwerpunkte in der LVA.

Dazu Dr. Janos Gombos, Geschäftsführer der LVA: „Es ist eine große Freude, durch diese Kompetenzerweiterung allen unseren Kunden neue Möglichkeiten bieten zu können. Nahezu alle Angebote des ÖGI wird die LVA fortführen und wir können neben verlässlichen Analysen und kompetenten Gutachtern auch Zertifizierungen, Audits, Seminare sowie umfassende Beratung anbieten. Damit sind wir zum Full-Service-Anbieter und umfassenden Partner der Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft geworden.“ Um den laufend wachsenden Aufgaben und Tätigkeitsfeldern Rechnung zu tragen, ist bereits ein Neubau in Klosterneuburg in Planung, der Ende 2011 bezugsfertig sein wird. Dr. Gombos: „Damit wird ein weiterer Meilenstein in Richtung noch mehr Kundenausrichtung und Transparenz gesetzt. Die Besei­tigung räumlicher Engpässe wird einen schnelleren und einfacheren Probenablauf und noch mehr Fachanalysen ermöglichen. An einer Erweiterung in Richtung Allergen-Untersuchung arbeiten wir bereits jetzt in Form eines eigenen Projektes.“

Marktauftritt komplett überarbeitet und modern gestaltet

Die generelle Neuausrichtung zeigt sich an einem neuen CI und CD (Corporate Identity und Corporate Design). Seit der Gründung 1927 als Lebensmittelversuchsanstalt haben sich die Anforderungen an die Unternehmen im Lebensmittelbereich ständig weiterentwickelt und damit sind auch die Aufgaben für die LVA als deren Partner immer komplexer geworden. Dr. Gombos: „Wir haben daher unsere Strukturen laufend weiterentwickelt und die Angebote differenziert und spezialisiert. Unsere strategische Ausrichtung ist, für unsere Kunden umfassende und kompetente Begleitung in allen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft bieten zu können. Die Kernwerte des Unter­nehmens standen daher im Mittelpunkt der Neugestaltung. Die in der Branche bekannte Marke LVA wird beibehalten und gleichzeitig das Akronym neu aufgeladen und positioniert: LVA steht jetzt für Lebensmittel – Vertrauen – Analysen.“

Gleichzeitig wurden die einzelnen Bereiche stärker differenziert und auf die Kundenanfor­derungen ausgerichtet. Der Aufbau ist jetzt klarer strukturiert und soll den Kunden helfen, die benötigten Leistungen der LVA-Spezialisten gezielter nutzen zu können. Ab Sommer wird auch die Webseite neu gestaltet und stärker in Richtung Usability und Kun­dennutzen weiterentwickelt. Dr. Gombos: „Am Anfang steht eine grafische Neugestaltung, die den neuen Aufbau der Unternehmen der LVA-Gruppe nachvollziehbar macht. Wie werden die Funktionalität in Richtung eines Extranets erweitern. Damit steht dann jedem unserer Kunden ein eigener passwortgeschützter Bereich zur Verfügung, in dem für ihn wichtige Informationen zu Probenstatus, Restdauer und Gutachten jederzeit zugänglich sein werden.“